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Nördliche Sporaden
Die Inseln der Nördlichen Sporaden
Urlaub auf den Nördlichen Sporaden
Die Nördlichen Sporaden sind eine grüne Inselgruppe in der westlichen Ägäis, bekannt für ihre dichten Pinienwälder, türkisblauen Buchten und entspannten Ferienorte.
Die Inseln gelten als eine der naturbelassensten Regionen Griechenlands und bieten ideale Bedingungen für einen ruhigen, naturnahen Urlaub am Meer.

Was gehört zu den Nördlichen Sporaden Inseln?
Die Nördlichen Sporaden Inseln liegen in der westlichen Ägäis, östlich der griechischen Region Thessalien. Sie setzen sich aus vier Hauptinseln sowie mehreren kleineren, teils unbewohnten Inseln zusammen. Zu den bewohnten Hauptinseln zählen Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skyros. Letztere gehört verwaltungstechnisch zur Region Mittelgriechenland, wird geografisch jedoch häufig zu den Nördlichen Sporaden gezählt.
Darüber hinaus umfasst die Inselgruppe kleinere, naturbelassene Inseln wie Peristera, Kyra Panagia, Piperi, Skantzoura oder Gioura, die teilweise unter strengem Schutz stehen und nur eingeschränkt zugänglich sind.
Die Nördlichen Sporaden unterscheiden sich deutlich von anderen Inselgruppen der Ägäis wie den Kykladen oder dem Dodekanes. Statt karger Landschaften und weiß-blauer Würfelhäuser dominieren hier grüne Hänge, Kiefernwälder und traditionelle Architektur mit Schieferdächern.
Ein zentrales Merkmal der griechischen Inselgruppe ist der Meeresnationalpark Nördliche Sporaden, das größte Meeresschutzgebiet Europas. Es umfasst unter anderem die Insel Alonnisos und mehrere unbewohnte Inseln. Ziel des Schutzgebiets ist der Erhalt seltener Arten wie der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) sowie einer einzigartigen Unterwasserwelt.
Nachhaltiger Tourismus, sanfte Mobilität und ein starker Fokus auf Naturschutz prägen den Charakter der Region. Besonders Wassersport, Wandern und Baden stehen im Mittelpunkt – abseits großer Hotelanlagen oder Massentourismus.
Die Highlights der Nördlichen Sporaden
Die Nördlichen Sporaden bieten eine einzigartige Kombination aus üppiger Natur, kristallklarem Wasser und kultureller Authentizität. Die Küsten sind geprägt von Sandstränden, fjordartigen Buchten und steilen Felsküsten. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel aus Meer und grünen Pinienwäldern, die bis an die Strände reichen – ein Bild, das sich besonders auf Skopelos und Alonnisos zeigt.
Skopelos wurde durch den Film „Mamma Mia!“ weltweit bekannt. Drehorte wie die Kapelle Agios Ioannis sto Kastri oder der Strand Kastani sind beliebte Ziele für Besucher, die auf den Spuren des Films wandeln möchten.
Für Aktivurlauber bieten sich vielfältige Möglichkeiten: Wandern auf alten Maultierpfaden, Kajakfahren entlang der zerklüfteten Küste oder Tauchen in den klaren Gewässern rund um Alonnisos. Das geschützte Meeresgebiet beherbergt neben farbenfrohen Fischbeständen auch Delfine, Karettschildkröten und – mit etwas Glück – die seltene Mönchsrobbe.
Mit ihrer Kombination aus Ruhe, Natur und maritimem Flair gehören die Sporaden zu den eindrucksvollsten Reisezielen des griechischen Inselraums.
Welche Insel passt zu wem?
Skiathos gilt als touristisches Zentrum der Nördlichen Sporaden und ist bekannt für seine feinsandigen Strände, lebendige Strandbars und ein vielseitiges Nachtleben. Die kompakte Insel verfügt über eine gute Infrastruktur, zahlreiche Unterkünfte und eignet sich besonders für einen klassischen Badeurlaub mit komfortabler Anreise über den internationalen Flughafen.
Skopelos überzeugt durch eine harmonische Verbindung aus Natur, Ruhe und kulturellen Eindrücken. Die gebirgige Insel ist durchzogen von Wanderwegen und traditionellen Dörfern. Die malerischen Drehorte des Films „Mamma Mia!“ verleihen dem Eiland zusätzlichen Reiz. Ideal für Wanderfreunde, Ruhesuchende und alle, die Wert auf landschaftliche Ursprünglichkeit legen.
Alonnisos ist das Herzstück des Meeresnationalparks Nördliche Sporaden. Sie bietet ideale Bedingungen für Naturbeobachtung, Tauchausflüge und Wanderungen. Kleine Buchten, stille Strände und eine ruhige Atmosphäre machen sie besonders attraktiv für Individualreisende und Menschen, die sich abseits touristischer Hauptströme bewegen möchten.
Skyros nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Inselgruppe ein. Die Insel vereint ägäische und insulare Einflüsse und ist bekannt für ihre handwerkliche Tradition, folkloristische Feste und das erhaltene Brauchtum. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, Museen und Ateliers zieht kulturinteressierte Besucher und Künstler an.
Kleinere Inseln wie Skantzoura, Psathoura, Peristera und Pelagonisi (Kyra Panagia) sind entweder unbewohnt oder nur spärlich erschlossen. Einige dienen als Ankerpunkte für Segeltörns, andere sind Teil des geschützten Nationalparks und nur mit Genehmigung zugänglich. Sie eignen sich für Tagesausflüge mit dem Boot, Naturbeobachtungen oder zum Ankern in einsamen Buchten – ein Erlebnis für Liebhaber unberührter Landschaften und stille Rückzugsorte.
Anreise zu den Nördlichen Sporaden
Die einfachste Anreisemöglichkeit zu den Nördlichen Sporaden bietet der Flughafen auf Skiathos, der in der Sommersaison regelmäßig von mehreren europäischen Städten angeflogen wird. Zusätzlich bestehen ganzjährig Inlandsflüge ab Athen.
Für die Anreise mit der Fähre stehen mehrere griechische Festlandhäfen zur Verfügung, vor allem Volos, Agios Konstantinos und Thessaloniki. Von dort verkehren Autofähren und Schnellboote zu den Sporadeninseln Skiathos, Skopelos und Alonnisos. Zusätzlich gibt es den Hafen Mantoudi auf der Insel Euböa, der Fährverbindungen zu den Nördlichen Sporaden anbietet.
Ein Inselhopping innerhalb der Gruppe ist problemlos möglich. Zwischen den Inseln bestehen regelmäßige Fährverbindungen, die auch die kleineren Häfen bedienen. Besonders beliebt sind Kombinationen wie Skiathos–Skopelos–Alonnisos, die sich auch für kürzere Reisen oder individuelle Törns eignen.
Unterkünfte: Wo übernachten?
Die Nördlichen Sporaden bieten eine vielfältige Auswahl an Unterkünften, von familiengeführten Pensionen bis hin zu modernen Boutique-Hotels und privaten Ferienhäusern.
Skiathos verfügt über ein breites Angebot an Unterkünften für Badeurlauber – von Strandresorts über Mittelklassehotels bis zu Apartments. Skopelos bietet charmante Gästehäuser in der Altstadt, stilvolle Villen in Hanglage und Studios in der Nähe kleiner Strände – ideal für Ruhesuchende und Paare.
Alonnisos ist bekannt für naturnahe Unterkünfte, darunter einfache Studios, ökologische Gästehäuser und traditionelle Häuser aus Naturstein. Für Individualreisende, die eine ruhige Umgebung bevorzugen, bietet sich die Insel besonders an. Skyros wartet mit Unterkünften in historischen Gebäuden, Künstlerresidenzen und kleinen Hotels mit regionaler Prägung auf.
In allen Inselorten finden sich auch nachhaltige Unterkunftsangebote, die Wert auf umweltfreundliche Bauweise, regionale Produkte und soziale Verantwortung legen. Geheimtipps sind kleine Pensionen in Bergdörfern, abseits der Hauptrouten, mit Blick auf das Meer oder in unmittelbarer Nähe zu Wanderwegen.
Beste Reisezeit für die Nördlichen Sporaden
Das Klima der Nördlichen Sporaden ist mediterran mit warmen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Besonders angenehm sind die Monate Mai bis Oktober, wenn die Sonne regelmäßig scheint und das Meer ideale Badetemperaturen erreicht.
Für klassische Badeferien eignen sich vor allem die Monate Juni bis September, mit Höchsttemperaturen zwischen 28 und 33 °C. Das Meer erreicht im Spätsommer Temperaturen von bis zu 26 °C. Der Meltemi-Wind sorgt für ein angenehmes Klima.
Wanderfreunde und Naturbeobachter bevorzugen die Vorsaison (April/Mai) und Nachsaison (September/Oktober), wenn die Temperaturen milder sind und die Landschaft in sattem Grün erstrahlt. Besonders in diesen Monaten bietet sich auch die Beobachtung seltener Tierarten wie der Mönchsrobbe oder von Zugvögeln an.
Ein weiterer Vorteil der Nebensaison ist die geringere Auslastung – viele Strände, Wanderwege und Tavernen bleiben angenehm ruhig, während die Preise für Unterkünfte und Fähren häufig günstiger ausfallen.
Insidertipps & Empfehlungen
Nachfolgend erhältst du einige Tipps vom Griechenland Guru, die nicht jeder kennt.
- Geheimtipps für einsame Buchten & Wanderwege: Abseits der bekannten Strände bieten die Nördlichen Sporaden zahlreiche versteckte Buchten, die oft nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind. Auf Skopelos liegt die abgeschiedene Bucht Ftelia, umgeben von dichten Pinienwäldern, weit entfernt vom Trubel. Alonnisos überrascht mit unberührten Küstenabschnitten im Osten der Insel, wie Tzortzi Gialos oder Leftos Gialos. Wanderfreunde finden hier und auf Skopelos ein gut ausgebautes Netz alter Maultierpfade (Kalderimia), die durch Olivenhaine, Wälder und zu abgelegenen Kapellen führen. Besonders eindrucksvoll sind die Panoramapfade zum Kloster Evangelistria oder zur verlassenen Siedlung Palio Chorio auf.
- Traditionelle Tavernen & Panigiria: In den Bergdörfern von Skopelos und Skyros laden einfache Tavernen mit Hausmannskost und lokaler Atmosphäre ein. Auf Skyros serviert man in Molos oder Chora Gerichte wie Ladera, Kleftiko und Ziegenkäse aus eigener Herstellung. Zahlreiche Inseln feiern im Sommer traditionelle Feste, sogenannte Panigiria, meist zu Ehren von Heiligen. Diese Veranstaltungen bieten Livemusik, Volkstänze und typische Spezialitäten. Besonders bekannt ist das Fest von Agios Riginos (Schutzpatron von Skopelos) im Februar sowie die Sommerfeste in Alonnisos’ Altstadt.
- Begegnungen mit Einheimischen: Die Dörfer der Nördlichen Sporaden sind geprägt von herzlicher Gastfreundschaft. In Tavernen, Cafés und kleinen Handwerksbetrieben entstehen oft spontane Gespräche. Besonders Skyros gilt als Insel mit stark verwurzelter Kultur – vom traditionellen Tanz über Holzschnitzerei bis hin zu lokaler Keramik. In der Chora von Skopelos oder im alten Ort Alonnisos erzählen Ladenbesitzer und Fischer gerne über das Inselleben abseits der Saison, den Wandel des Tourismus und alte Bräuche.
- Segelreviere & Törnvorschläge: Die Nördlichen Sporaden gelten als ideales Revier für Segler und Inselhüpfer, da Windverhältnisse, kurze Distanzen und geschützte Buchten optimale Bedingungen bieten. Besonders zwischen Skiathos, Skopelos und Alonnisos laden zahlreiche Ankerplätze zu Zwischenstopps ein. Ein typischer Törn beginnt auf Skiathos mit Kurs auf Skopelos (z. B. Bucht Panormos), weiter nach Alonnisos mit Übernachtung in Patitiri oder Steni Vala und je nach Wetterlage in Richtung der unbewohnten Inseln im Nationalpark wie Kyra Panagia oder Peristera. Auch Skyros lässt sich in längeren Törns einbinden, erfordert jedoch Erfahrung und gute Windkenntnisse, da es isolierter liegt.
Warum die Nördlichen Sporaden Inseln eine Reise wert sind
Die Nördlichen Sporaden vereinen landschaftliche Ursprünglichkeit, maritimes Flair und kulturelle Authentizität in einem der grünsten Inselparadiese Griechenlands. Pinienwälder, klare Buchten und kleine Häfen prägen das Bild einer Inselwelt, die abseits ausgetretener Pfade einen ruhigen und naturnahen Urlaub ermöglicht. Jede Insel bringt ihren eigenen Charakter mit – von lebhaft und komfortabel bis zurückgezogen und traditionell. Die Kombination aus Wanderwegen, versteckten Stränden, kulinarischen Erlebnissen und einem geschützten Meeresgebiet mit einzigartiger Artenvielfalt macht die Region besonders reizvoll. Die gute Erreichbarkeit, Möglichkeiten zum Inselhüpfen und die Nähe zur Natur runden das vielseitige Reiseziel ab.
Lustige & skkurrile Fakten über die Nördlichen Sporaden
- Skopelos ist eigentlich „Kalokairi“: Im Film Mamma Mia! spielt Skopelos die fiktive Insel Kalokairi. Viele Drehorte sind heute echte Pilgerstätten für Fans – die kleine Kapelle Agios Ioannis thront spektakulär auf einem Felsen, ist aber nur über 198 Stufen erreichbar.
- Wo Robben Urlaub machen: Im Meeresnationalpark rund um Alonnisos lebt die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe. Einige Einheimische behaupten, dass „ihr“ Stammrobben regelmäßig dieselben Buchten aufsuchen und sich von bestimmten Fischerbooten sogar erkennen lassen.
- Skyrosponys mit königlichem Stammbaum: Die seltenen Skyrosponys, eine vom Aussterben bedrohte Pferderasse, sind kleiner als ein Esel, aber äußerst kräftig. Sie sollen bereits in der Antike bei den Streitwagen Alexanders des Großen mitgelaufen sein – zumindest erzählt man sich das auf Skyros gern.
- Skiathos – der Mini-St. Maarten Europas: Die Landebahn von Skiathos ist so nah an der Straße gebaut, dass Flugzeugliebhaber sich auf einem Hügel direkt neben der Start- und Landebahn positionieren. Der sogenannte „Jetblast“ ist spektakulär – und nicht ganz ungefährlich.
- Wanderweg mit Weinstopp: Auf Skopelos führt ein Wanderweg zu einem alten Weingut, das – je nach Jahreszeit – mitten in den Reben Weinproben anbietet. Manche Wanderer machen daraus ein ganztägiges Erlebnis mit Picknick und Sonnenuntergang inklusive.
- Kein Netz? Kein Problem: Auf manchen abgelegenen Buchten von Alonnisos oder in den Pinienwäldern von Skopelos gibt es bis heute kaum Mobilfunkempfang. Statt WLAN und Pushnachrichten gibt es Ziegenglocken und Meeresrauschen – ganz ohne Digital Detox-Programm.